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Christian Arndt , 17.07.2017

Sämtliche Rechtschreibfehler sind geistiges Eigentum und gewollt.

Beim Inhalt von Verträgen in der Musikindustrie muss man grundsätzlich zwei unterschiedliche Rechte differenzieren, die in zwei Verträgen geregelt werden

Plattenverträge und Verlagsverträge

Das Recht an der Darbietung / Interpretation der Aufnahme: Dies ist der Plattenvertrag, den ein Label zur Herstellung von physischen oder nicht-pysischen Tonträger, abschliesst. Die Label haben dann in der Regel einen Vertriebspartner.

Es gibt Vertriebe die eigene Label haben und diese exklusiv vertreiben oder Label die einen eigenen Vertrieb haben.

In der Regel werden im Plattenvertrag die Auswertungsrechte in Bezug auf die Laufzeit, Inhalt (Titel-, persönliche bzw. Projekt-Exklusivität) und Auswertungsgebiet geregelt.

Die beiden Vertragsarten, die hier von den Labeln genutzt werden sind der Künstlervertrag und der Bandübernahmevertrag:
Künstlervertrag: Die Plattenfirma zahlt die Aufnahmen (inkl. Produzent, Studio, Reisekosten) für die der Künstler sich zur Verfügung stellt. Ob der Interpret selber Autor/Urheber der Aufnahmen ist oder nicht spielt hier keine Rolle.
Bandübernahmevertrag (BÜV): Hier überträgt der Interpret oder eine Produktionsfirma das Aufnahme-Master-Recht (die er selber erstellt hat) unter zeitlichen und örtlichen Maßgaben das Auswertungsrecht an den Aufnahmen (Master). Ob der Interpret selber Autor der Aufnahmen ist oder nicht spielt auch hier keine Rolle, er versichert lediglich, dass er das Recht an den Aufnahmen hat.

Der Autor/Urheber hat jedoch Grundsätzlich nach deutschem Recht ein Erstveröffentlichungsrecht.

Als Vergütung für die Auswertungsrechte der Tonaufnahmen erhält der Künstler bzw. der Vertragspartner eine Umsatzbeteiligung aus den Verkäufen, meist auch einen mit den Lizenzeinnahmen verrechenbaren jedoch i.R. nicht rückzahlbaren Lizenzvorschuss.
Heute werden oft auch sogenannte 360° Verträge geschlossen, die den Labeln auch Einnahmen aus Merchandising und Konzerten garantieren sollen.

Verlagsverträge und das Urheberrecht:

In Deutschland ist das Urheberrecht nicht veräußerlich, sondern lediglich zeitlich und örtlich zur Auswertung übertragbar.

Dieses Auswertungsrecht sichern sich meist Musikverlage.
Das Recht am Werk kann nur durch natürliche Personen (keine Unternehmen und keine Tiere) gehalten werden und erlischt 70 Jahren nach dem Tode des Urhebers, ist der Urheber anonym dann 70 Jahren nach Erstveröffentlichung.

Die Rolle der GEMA

Die GEMA ist eine Verwertungsgesellschaft für musikalische Vervielfertigungsrechte (mechanisch und Aufführung). Sie sammelt für Ihre Mitglieder zentral die Urheber-Tantiemen von den Auswerten (z.B: Konzertveranstalter und Label) ein und verteilt sie an die Urheber – entweder direkt oder über Verlage, wenn der Urheber einen Verlagsvertrag abgeschlossen hat.

Die Aufteilung Verlag/Künstler ist meist im Verhältnis 40%/60% geregelt.

Neben der GEMA gibt es auch weitere Verwertungsgesellschaften, wie zum Beispiel FREIBANK .

Mehr Infos zum Urheberrecht gibt es hier:
http://www.urheberrecht.de/#Der-Urheber-und-seine-Rechte
https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/

Die Cover-Version:

Ein Cover-Versionen ist die Interpretation eines Titels eines anderen Urhebers und/oder Interpreten und kann, sofern das Werk nicht verändert wird (musikalisch und textlich,etc.) von jedem ohne Zustimmung des Urhebers interpretiert  werden und auch die Aufnahmen einer Plattenfirma zur Auswertung überragen werden. Die Plattenfirma muss dann wie üblich die Urheber-Tantiemen an die Verwertungsgesellschaft entrichten. Diese verteilt es dann an die Urheber bzw. Verlage.

Sample:

Ein Sample (Ausschnitt aus einem schon aufgenommenem Werk) beinhaltet 2 Rechte: Das Recht des Urhebers und das Recht an der Tonaufnahme.

Ein Sample ist urheberrechtlich eine Bearbeitung, da das Werk hier in seiner z.B.: Länge bearbeitet wurde. Bearbeitungen sind vom Urheber einwilligungspflichtig.

Entwicklung:

Viele Label sichern sich heute sowohl die Urheberrechte und gleichzeitig die Veröffentlichungsrechte. Dies geschieht in unterschiedlichen juristischen Einheiten als auch unter einem Dach:

Hier ist insbesondere das als mittlerweile Major etablierte BMG Rights Management bekannt.

Verträge in der Musikindustrie: Christian Arndt

Ich habe von 1993 bis 1997 bei Sony Music u.a. als A&R gearbeitet. Anschliessend habe ich ein eigenes Label und eine eigene Verlagsedition bei BMG geführt. Ferner war ich bis 2005 als Freelance A&R/Artistscout bei Universal Music tätig.

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